Harald Metzkes – Phönix und Schildkröte


Harald Metzkes: 
„Diesen Text brachte ich 1958 zum Verlag. Der Cheflektor zeigte Betrübnis, weil er das Manuskript nicht auf den üblichen Weg schicken konnte, sondern ihm den Weg unterm Autorenarm auf die Französische Straße weisen musste. Ein Lektor besuchte mich und schlug mir vor, seine Arbeit als Übersetzer mit der Feile des Stilisten und mit Gewinnanteil von fünfzig Prozent zu begleiten. So hat mir dieser Text über Jahre eine Existenzgrundlage gegeben.
Ein anderer Lektor brachte mich in einen Vertrag mit der DEFA für eine Filmkonzeption, eines Erfolgbuches von ihm. Meine Konzeption erwies sich als nicht haltbar. Der Vertrag wurde gelöst. Man hatte über Nacht einen größeren Bekanntenkreis, vergrößert durch die „Nichtgedruckten“. Ich weiß also doch nicht so recht, ob ich 1958 Pech hatte. Jetzt ist der Text nochmals unter ein paar Augen gekommen, nun soll er so bleiben – ohne Frage.“

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